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Der individuelle Weg


Die Natur hat Leben in Form von Einzellebewesen hervorgebracht.
Entscheidend ist das Verhalten des Individuums.
Der Bereich größter persönlicher Verantwortung und Macht ist der eigene.
Es ist nur natürlich, möglichst unabhängig, selbstverantwortlich und eigenständig zu handeln.
Das Verhalten des Einzelnen ist die Ursache für gesellschaftliche Prozesse und wirtschaftliche Entwicklungen. Daher halten wir es für ratsam, zunächst den eigenen Verantwortungsbereich so naturbewahrend wie möglich zu gestalten.
Alle Gemeinschaftsleistungen setzen sich aus Einzelleistungen zusammen.
Der Wert der individuellen Leistung wird in öffentlichen Diskussionen oft zu „einem Tropfen auf den heißen Stein“ herabgewürdigt.
In den Medien wird vielfach der Eindruck erweckt, als seien nur große Leistungen von Wert, die viele Lebewesen erreichen und nur von vielen gemeinsam erbracht werden können. Menschen sollen leicht manipulierbar sein. Dazu müssen sie ihren eigenen Leistungen mißtrauen und ihre Einflußmöglichkeiten geringschätzen. Dies veranlaßt schließlich, sich willig vorgegebenen gesellschaftlichen Strömungen einzufügen. Es ist daher notwendig, äußerst vorsichtig bei der Übernahme der sogenannten „öffentlichen Meinung“ zu sein. Was als öffentliche Meinung bezeichnet wird, sind von Meinungsmachern geschaffene Trends, denen sich die Öffentlichkeit in der Folge erst anschließen soll.
Alles Wirken hat seinen Ursprung auf der individuellen Ebene, und es sind einzelne Wesen, die die wohltuenden Leistungen empfangen. Es sind immer Individuen, die Hilfe und Schonung bieten oder erhalten.
Auch beim besten Willen kann ein Mensch nur einer gewissen Anzahl von Tieren, Pflanzen und Menschen helfen. Aus jeder scheinbar kleinen Leistung aber kann eine große Erfüllung hervorgehen.

Die Bedeutung von Organisationen im allgemeinen liegt vor allem in der öffentlichen Interessenvertretung und in der Aufrechterhaltung langfristiger Projekte.
Bei der Unterstützung von Interessengemeinschaften besteht die Gefahr, die eigenen Ideale und Werte unmerklich aufzugeben und zu verlieren. Daher ist in Gemeinschaften eine große Bereitschaft zu selbstkritischer Beobachtung erforderlich.
In Gruppen finden gruppendynamische Prozesse statt, deren bedenkliche Einflüsse nicht selten - wenn überhaupt - zu spät erkannt werden.
Zunehmend ist zu beobachten, daß eigennützig denkende und geltungsbedürftige Personen Führungspositionen anstreben. Vermehrt kommen auch gegnerische Umleitungsstrategien zum Einsatz. Dies kann bis zu kriminellem Verhalten führen. Täuschung und Mißbrauch haben außerordentlich zugenommen. Überwiegend werden Gesetzeslücken genutzt.
Aus der Befürchtung vor dem Verlust des Dazugehörigkeitsgefühls werden nicht selten selbst kriminelle Machenschaften von Gruppenmitgliedern schöngeredet und vertuscht und damit mitgetragen.
Diejenigen, die dies tun, um ihre Gemeinschaft nicht zu verlieren, hätten sich meist vor Eintritt in die Gruppen nicht vorstellen können, daß sie eines Tages schädliches Tun, daß ihren eigentlichen Zielen direkt entgegengesetzt ist, fördern würden.
Vertrauen ist nicht mehr zeitgemäß.
Die Entscheidung aus persönlicher Schwäche (Angst vor Einsamkeit usw.), schädliches Handeln zu fördern und der damit verbundene Verlust der eigenen Glaubwürdigkeit bewirkt weitreichende psychische und psychosomatische Konsequenzen.
Es ist daher nicht verwunderlich, daß fehlgegangene Mitläufer Befindlichkeitsstörungen entwickeln.
Ratsam ist, sich mit Organisationen und Projekten ernsthaft auseinander zu setzen und auf Fehlentwicklungen zu achten (siehe auch „L e b e n – ohne Tiere und Pflanzen zu verletzen oder zu töten“, Kapitel 11 sowie auch die Rubrik „Hinweise“ hier auf der Homepage).
Wenn Bedenkliches erkannt wird, aber Angst vor dem Verlust der Gruppe besteht, ist zu empfehlen, sich sofort andere Menschen zu suchen, die den eigenen Wertvorstellungen entsprechen und ihre Erkenntnisse auch tatsächlich leben. Das Sich-Lösen aus einer Gruppe fällt nicht mehr so schwer, wenn beeindruckendere Menschen eine größere Anziehungskraft ausüben.
Organisationen können immer durch andere Interessengruppen verunglimpft und verleumdet werden. Für die Mitglieder, die sich mit ihrer Gruppe identifizieren, wirkt sich dies belastend aus. Geht ein Mensch aber seinen eigenen Weg, dann ist die Chance größer, solchen gesellschaftspolitischen Entwicklungen gelassener zu begegnen.
Für einen rücksichtsvollen, verantwortungsbewussten, individuellen Lebensstil werden lediglich Kenntnisse über friedfertige, naturschonende Lebensweisen gebraucht.

Die Naturan Gesellschaft stellt Informationen kostenlos zur Verfügung.
Es gibt weder Beiträge noch Verpflichtungen.
Das freie, selbstverantwortliche Leben und freudige Wirken steht im Mittelpunkt.
Wir begleiten eigenständige Vorhaben und möchten auf die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten aufmerksam machen.
Die meisten typischen Naturschutz-Aktivitäten können selbstständig, ohne einen besonderen finanziellen Einsatz allein oder zusammen mit angenehmen Menschen durchgeführt werden in einer vergnüglichen Atmosphäre, die als beglückend empfunden wird und einen Gewinn für das Lebensgefühl darstellt.
Das ist der individuelle Weg.


Fragwürdiger Einsatz der Mittel

Nicht wenige Menschen spenden viel Geld für den Tier- und Naturschutz, behaupten aber, sich aus Kostengründen nur billige Produkte leisten zu können, die mit dem Leid von Tieren und Pflanzen und mit der Vernichtung der Natur erkauft werden. So wird z. B. nicht selten Fleisch aus Massentierhaltung gekauft um zu sparen, weil Sojaprodukte und andere wohlschmeckende Alternativen zu teuer seien. Nachträglich wird dann Geld gespendet, damit sich Tier- und Naturschutzorganisationen gegen die grausamen Tierhaltungsformen und für die Bewahrung der Natur einsetzen.
Es ist aber die Nachfrage nach naturschonenden Produkten und der Verzicht auf Schädliches, die das Angebot regeln. Sinnvoll wäre es, zunächst den eigenen Lebensstil nach dem ethischen Gesichtspunkt der Leidverminderung in Ordnung zu bringen.
Geld ist ein Machtmittel und bewirkt Einfluß.
Es sollte mit Vernunft und verantwortungsbewußt eingesetzt werden, um die Ursachen der Naturschädigung zu beseitigen.
Das schlechte Gewissen aus dem Kauf umweltbelastender Produkte und Dienstleistungen, durch die die Naturzerstörung verursacht wird, nachträglich auf dem Umwege über Spenden abbauen zu wollen, verspricht keinen Erfolg.
Mit einer Spende ist immer die Hoffnung verbunden, andere würden Geld sinnvoll verwenden. Damit wird anderen Menschen die Verantwortung überlassen, es für schädliche oder unschädliche Produkte und Dienstleistungen einzusetzen. Der fragwürdige Einsatz von Spenden hat aber derart zugenommen, so daß eine Kontrolle, auch von zweckgebundenen Spenden, ratsam ist.
Was ist von umweltschädlichem Plastikwerbematerial, Plastikkugelschreibern, vierfarbigen Hochglanzvisitenkarten u. ä. zu halten, mit denen Tier- und Naturschutzorganisationen aus Spendengeldern werben?
Sind nicht die Mittel die Zeugen des Handelns?
Da wäre es doch folgerichtiger, sich selbst naturschonende Produkte zu leisten, auch wenn diese teurer wären, statt das schlechte Gewissen mit einer nachträglichen Spende in fragwürdiger Weise entlasten zu wollen.
Bei der Entscheidung z. B. für ein Kleidungsstück, das wirklich dem eigenen Stil entspricht, fällt es nicht mehr schwer, auf die mit unsäglichem Tierleid verbundenen Pelz- und Lederartikel zu verzichten.
Die Ursache der meisten Grausamkeiten und Naturschädigungen sind Verbraucherwünsche.
Freiheit und Unabhängigkeit ersticken in der Konsumgebundenheit.
Das beste ist, sich gute naturunschädliche Produkte zu gönnen, durch die die Lebewesen und die Natur geschont werden. (Eine ausführliche Darstellung mit praktischen Vorschlägen findet sich in Kapitel 10 des Buches „L e b e n – ohne Tiere und Pflanzen zu verletzen oder zu töten“.) Naturschonendes Verhalten hat auch eine positive, beglückende Rückwirkung auf das individuelle Lebensgefühl.

Ein besondere Bedeutng kommt der guten Stimmung zu, die sich auf andere überträgt.

Aus einer wohltuenden, erfreulichen Atmosphäre resultiert die Bereitschaft, friedfertige Lebensweisen zu praktizieren.

Innerliche Verhärtung und Dogmatismus nutzen den Lebewesen wenig.

Aus der Bereitschaft anderen Lebensformen nicht zu schaden, entsteht Wohlbefinden, Beglückung und Harmonie, die wiederum auf die Lebewesen ausstrahlen.


Friedfertig und naturan leben in einer mitunter intoleranten Gesellschaft

Das folgende Thema wird häufig in Beiträgen angesprochen. Es ist den Wünschen der Interessenten entsprechend aufbereitet.

Fast jeden rücksichtsvollen Menschen betrifft die Befürchtung wegen eines friedfertigen Lebensstils gesellschaftlich nicht akzeptiert zu werden.
Der Naturzerstörung und dem Leid der Tiere und Pflanzen gegenüber besteht allgemein eine große Bereitschaft zur Ignoranz.
Für die menschliche Gesellschaft ist es kein gutes Zeugnis, daß diejenigen, die Rücksichtnahme und Schonung leben wollen, von denen, die mehr oder weniger bewußt oder gedankenlos Schaden und Leid verursachen, oft genug veranlaßt werden, ihre ethisch motivierte Lebensart zu rechtfertigen und zu verteidigen.
Es ist nun aber eine Tatsache, daß die meisten Menschen nicht erkennen wollen, daß sie nicht nur aus Mitgefühl, sondern im ureigensten Interesse Rücksicht auf die Unversehrtheit anderer Lebensformen nehmen sollten.
Das Bedürfnis, Gleichgesinnte um sich zu haben, ist natürlich. Die Möglichkeiten der Einflußnahme sind aber sehr begrenzt. Empfehlenswert ist es daher, direkt nach Menschen ähnlicher Einstellung zu suchen, statt andere überzeugen zu wollen!
Menschen wollen oft gar nicht dazulernen. Informationen werden selektiv aufgenommen und nur dann verarbeitet und praktisch umgesetzt, wenn Interesse daran besteht.
Ein solches Interesse am Wohl anderer Lebewesen ist aber häufig nicht vorhanden oder überlagert von egoistischen Wünschen und durch den Druck gesellschaftlicher Erwartungen begrenzt. Dazu kommt noch, daß Menschen auch destruktive, auf Schädigung anderer ausgerichtete psychische Verhaltensmuster haben. Das heißt, daß Menschen bewußt und unbewußt ihre destruktiven Gefühle auf Kosten schwächerer Lebewesen ausleben wollen.
Auch die demonstrative Zur-Schaustellung von Konsumgütern enthält eine versteckte Botschaft an die Mitmenschen, nämlich den Hinweis auf die Machtposition, sich dieses und weiteres leisten zu können.
Vernunft ist ein Potential, sie zu nutzen ist ein Ideal.
Die meisten Menschen reagieren nur aufgrund von Stimmungen und Gefühlen und bringen nachträglich eine gesellschaftlich akzeptierte Begründung vor.
Dem Vertreten der eigenen Erkenntnisse wirkt oft die Angst vor dem Verlust sozialer Kontakte entgegen.
Zu dieser Befürchtung läßt sich grundsätzlich feststellen, daß kein Mensch darum herumkommt, sich zu entscheiden, entweder die eigene Persönlichkeitsentwicklung aufzugeben und sich den wechselnden Erwartungen anderer jeweils anzupassen oder stattdessen für den eigenen Lebensstil einzustehen und für die Verwirklichung der individuellen Fähigkeiten.

Es ist ratsam, den Befürchtungen vor sozialer Ausgrenzung durch Vorbereitung zu begegnen.
Ergeben sich unliebsame Diskussionen, dann ist es erfolgversprechend, sachlich zu bleiben und nicht zu versuchen, anderen die eigene Überzeugung aufzudrängen. Es ist meistens das schlechte Gewissen derjenigen, die andere Lebewesen schädigen, daß dazu führt, daß der Ton angriffslustig und herabwürdigend wird.

Es besteht grundsätzlich keine Notwendigkeit, Entscheidungen zu erklären oder überhaupt zu besprechen.
Kurze klare Aussagesätze sind oft angebrachter als hitzige Wortgefechte.

Eine gute Stimmung, Mut und Konsequenz in der Lebensweise sind Eigenschaften, die hervorragend zusammenpassen.

Es steigert die Selbstsicherheit sich im voraus zu überlegen, was für Aussagen oder Erklärungen in Gesprächen sinnvoll wären.

Dazu einige Beispiele:

· „Ich handle aufgrund meiner Überzeugung.“
· „Ich habe mir das so und so überlegt.“
· „Ich lebe naturan, das heißt, ich bemühe mich Pflanzen, Tieren, Menschen und der Natur nicht zu schaden.“
· „Ich esse kein Fleisch.“ „Ich trinke dies oder das nicht. Das ist meine persönliche Entscheidung.“
· „Ich lebe naturan. Ich habe eine friedfertige Einstellung. Ich nehme Rücksicht auf Lebewesen. Für weitere Informationen ggf. die Homepage www.naturan.de empfehlen.“
· „Ich bin nicht verpflichtet, meine Rücksichtnahme auf Lebewesen zu begründen.“

Wenn es zu einem argumentativen Austausch kommt, dann ist es wichtig, sich nicht in die Ecke drängen zu lassen.
Langfristig bleiben vor allem die Stimmung des Gesprächs und die folgerichtige Darlegung in Erinnerung.
Eine Rückbesinnung auf positive Informationen geht meist mit einem Prozeß der Persönlichkeitsentwicklung einher.
Dabei geht es um das Begreifen, daß egoistische und anthropozentrische, allein auf menschliche Vorteile ausgerichtete Einstellungen, zerstörerische Geisteshaltungen sind. Unter der Naturzerstörung leiden letztendlich alle Lebensformen, auch die Menschen selbst.
In dem Gesamtgefüge der Natur sind Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verbunden. Es hat nicht nur negative gesundheitliche, sondern auch belastende psychische Auswirkungen, die Natur zu schädigen und schlecht mit anderen Lebewesen umzugehen.
Die Sorge, den guten Ruf und die Anerkennung zu verlieren, behindert oftmals die Offenheit in Gesprächen.
Die Beobachtung des menschlichen Verhaltens im allgemeinen zeigt deutlich, daß die Tendenz andere herabzuwürdigen und zu kritisieren bedeutend größer ist, als anderen Wertschätzung und Anerkennung entgegenzubringen. Ein Grund liegt darin, daß egoistische Menschen, altruistisches Erleben nicht kennen und es nicht erfassen können. Zugleich wird ihnen bewußt, daß wirkliches Lebensglück das Resultat einer den Lebewesen und der Natur gegenüber wohlwollenden Haltung ist, die ihnen aufgrund ihrer egozentrischen Verfassung unendlich fern bleibt, woraus oft ein abgrundtiefer Neid entsteht. Zudem werden sie durch das positive Schaffen anderer auf ihre eigenen Verhaltensmängel aufmerksam gemacht und reagieren daher ablehnend.
Hinter dem Rücken aber wird meist ohnehin schlecht über andere geredet, vollkommen unabhängig davon, ob deren Lebensweise gut oder schlecht ist.
Es lohnt sich daher nicht, sich allzuviele Sorgen darüber zu machen, wie der eigene Lebensstil von anderen aufgenommen wird.
Es reicht meist, bei der Darstellung eigener Auffassungen zu bleiben und nur dort, wo ernsthaftes Interesse besteht, tiefer auf das Thema einzugehen.
Es bedarf Mut, sich zu behaupten und den eigenen Stil zu vertreten, und es ist wichtig, sein gutes Lebensgefühl vor Beeinträchtigungen durch negativ gesonnene Menschen zu schützen.
Wird aber der naturschonende Lebensstil von anderen nicht toleriert, dann ist es interessant, den Wert solcher Beziehungen zu hinterfragen. Sich von intoleranten Leuten unabhängiger zu machen und nach aufgeschlosseneren Menschen zu suchen, kann wundervolle, vollkommen neue Impulse in das eigene Leben bringen.

Es ist wichtig, eine gute eigene Entwicklung zu stärken, die daran erkennbar ist, daß vermehrt auf das Wohl der Natur geachtet wird und die Lebensbedürfnisse der Pflanzen und Tiere zunehmend mitberücksichtigt werden (vgl. dazu die „Checkliste für die geistig-psychische Entwicklung“, in „L e b e n – ohne Tiere und Pflanzen zu verletzen oder zu töten“, S. 292).
Die psychische und körperliche Gesundheit sowie das Wohlbefinden profitieren davon.

Um die eigenen Bedürfnisse möglichst optimal mit denen der Natur in Einklang zu bringen, ist flexibles Handeln von Vorteil. Die Natur ist in ständigem Wandel, und so ist auch jede Situation einmalig, und es gilt, sich jeweils so gut wie möglich zu verhalten.

Es bedarf nur etwas Aufmerksamkeit gegenüber den Existenzbedürfnissen der Pflanzen und Tiere um festzustellen, wie die Natur jeden Tag Gewinn durch das eigene rücksichtsvolle Verhalten haben kann.
Zahlreich sind die Möglichkeiten des Schonens von Lebewesen: z. B. Pflanzen und Tiere nicht zu verletzen, nicht auf Insekten zu treten, keine Schnittblumen zu kaufen, keine Zweige, Blätter und Blüten von lebenden Pflanzen abzureißen oder abzuschneiden.

Es ist abwegig, hinsichtlich der Achtung der Lebewesen zwischen Tieren und Pflanzen trennen zu wollen.
Die Empfindungsfähigkeit von Pflanzen ist erwiesen, denn sie beantworten Reize aus ihrer Umgebung und reagieren ihren Möglichkeiten entsprechend. Reize aber müssen empfunden und auf ihre Bedeutung für das Individuum hin erfaßt und verarbeitet werden, um sinnvoll reagieren zu können. Diese Leistungen werden von Pflanzen erbracht. Auch gibt es Lebewesen, die sowohl Tier als auch Pflanze sind (vgl. Kap. 1 in „L e b e n – ohne Tiere und Pflanzen zu verletzen oder zu töten“, insbesondere 1.5 „Die Lebensäußerungen der Pflanzen“ und folgende Kapitel).
Wer Pflanzen vernichtet, tötet auch Tiere, denn auf, unter und an Pflanzen leben Tiere. Im Heu z. B., daß im Handel für Kleintiere angeboten wird, befinden sich zahlreiche zerquetschte Insekten, Schlangen, Frösche und Gliedmaßen von Kaninchenjungen und Rehkitzen, die unter den Mähdrescher geraten sind.
Vor der Abpackung in haushaltsübliche Kleinmengen werden die Tier(e)/-teile aussortiert.

Die Natur braucht mutige, aufrichtige, wohlwollende und besonnen handelnde Menschen, die Rücksicht auf das Leben der Pflanzen und Tiere nehmen, die die Natur schonen und die ihre Bedürfnisse in Einklang mit denen der Natur bringen; Menschen, die sich mit Informationen auseinandersetzen und die bereit sind, eigene Erkenntnisse zu gewinnen und verantwortungsbewußt zu handeln.
Je reiner die Absichten und je ehrlicher das Bemühen, der Natur zu nutzen und ihre Lebewesen folgerichtig nicht zu schädigen, desto lebensbejahender wird das Erleben und desto intensiver werden Harmonie und Glück empfunden.
Wird das Handeln in Einklang mit der Natur gebracht, indem Tiere und Pflanzen nicht verletzt und nicht getötet werden, dann wird zunehmend eine unvergleichliche Freude, Glück, Geborgenheit und Harmonie erfahren.

Da es sehr verbreitet ist, Begriffe und Ideen zu stehlen, um sich persönlich zu bereichern, um Ideen für eigennützige Zwecke zu verwenden oder einfach um zu schaden, weisen wir daraufhin, daß einzig die Naturan Gesellschaft, die ihr Wissen und ihre Leistungen ehrenamtlich, kostenlos und ohne Verpflichtungen zur Verfügung stellt, tatsächlich auf die friedfertige, naturane Lebensweise zurückgeht, die von A Wang definiert wurde. Nur faires Zitieren ist gestattet.

Zusammen mit A. Wang empfehlen wir einen individuellen,
unabhängigen und selbstverantwortlichen eigenen Weg zu gehen.

 


Was es hinsichtlich von Gruppen, Vereinen und Organisationen
allgemein zu bedenken gibt


Über die Arbeit in Naturschutzorganisationen und anderen Gemeinschaften informiert ausführlich das Kapitel 11.7 „Naturschutzorganisationen sowie Initiativen zum Schutze von Pflanzen, Tieren und Menschen“ sowie die folgenden Kapitel des Buches „L e b e n - ohne Tiere und Pflanzen zu verletzen oder zu töten“. Auf Seite 488 findet sich eine Auflistung gemeinnütziger Aktivitäten, deren Erledigung nur 10-15 Minuten dauert.

Bezugnehmend auf aktuelle Entwicklungen und gewünschte Themen sollen hier im folgenden nur einige Punkte ergänzt werden.
Wie bereits unter „Der individuelle Weg“ dargestellt, empfehlen wir aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung einen vorsichtigen Umgang mit Organisationen.

Wir wollen ausdrücklich für keine Organisation, keine Partei, keine Religion und für keine Bewegung werben! Wir unterstützen die Leistungsfähigkeit des Einzelnen.
Wir möchten auch vor Bewegungen warnen, in denen es scheinbar (zunächst) nur um das Tragen von Abzeichen oder Werbeaktionen geht.

Wir haben Material über schädliche Vorgehensweisen im Tier- und Naturschutzbereich dokumentiert und stellen sie auch für ernsthafte Arbeiten zur Verfügung.
Um nicht zum Nachahmen anzuregen, haben wir hier keine Beispiele konkreter unredlicher Vorgehensweisen aufgeführt.
Unser Ziel ist es, wohlmeinende, ahnungslose Menschen, auf eine zeitgemäße Aufmerksamkeit und notwendige Vorsicht hinzuweisen.
Friedfertige und hilfsbereite Menschen werden leicht zu Opfern von Täuschung und Betrug.

Gruppen oder Organisationen werden oft weniger aus Sachzwängen geschaffen, sondern um Bedürfnissen nach Rückhalt, Gemeinschaftsgefühl und ähnlichem der Mitglieder nachzukommen.
Sind es überwiegend Schwächen, die die Teilnehmer zueinander führen, wie Angst vor Einsamkeit, Unsicherheit usw., dann können sich Gemeinschaften sehr nachteilig für das Individuum auswirken (vgl. dazu „Der individuelle Weg“).
Aus Angst vor sozialer Verachtung und um aus einer Gruppe nicht ausgeschlossen zu werden, verraten Gruppenmitglieder mitunter ihre Werte und Ideale bis hin zur Selbstverleugnung.
Die Gefahr besteht in der Identifikation mit der Gruppe. Dadurch wird jede konträre eigene Entscheidung zu einer psychischen Zerreißprobe, da der Ausschluß aus der Gemeinschaft droht. So wächst die Bereitschaft auch für schädigendes Tun, Verständnis zu zeigen, um der Ausgrenzung zu entgehen.
Für Gruppenentscheidungen tragen aber sämtliche Gruppenmitglieder die Verantwortung.
Sowohl Menschen, die die Absicht haben, andere zu schädigen, als auch psychisch labile Menschen sind für vernünftige Argumentation und verständnisvolles Zureden kaum erreichbar.
Die innere Stärke und Klarheit, auf der eine wohltuende geistig-psychische Entwicklung beruht, ist von ihnen nicht hergestellt worden. Für eine Lebenspraxis, die zu Mitgefühl, zu Verständnis und Einsichten führt, ist es Voraussetzung, mit Aufmerksamkeit an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung zu arbeiten.
Erfahrungsgemäß sind diejenigen, die meinen, daß sie durch Gruppen nicht beeinflußbar wären, am meisten gefährdet. Es fehlt ihnen meist die Auseinandersetzung mit menschlichen Schwächen, und auch der Blick für das eigene Fehlverhalten ist getrübt.
Menschen, die sich bemühen, die Natur zu schonen, die Pflanzen und Tiere nicht schädigen wollen und sich um ihre eigene Entwicklung kümmern, werden aufgrund von Mitgefühl zum Handeln für das Wohlergehen der Lebewesen veranlaßt.
Indem sie sich aber vor allem darauf ausrichten, ihre eigenen Absichten, ihr Verständnis und ihre Fähigkeiten zu verbessern, ruhen sie eher in sich selbst und werden weniger von dem ruhelosen Drang getrieben, sich zu profilieren.
Durch aufrichtiges Bemühen und durch das Erbringen von Verzicht-/Leistungen zum Schutze der Natur und ihrer Lebewesen entsteht allmählich ein Zugang zum Natur-Ganzen, der Geborgenheit, Zufriedenheit und Erkenntnisse bringt.
Dies wird aber nur auf individueller Ebene erreicht.
Eine solche persönliche Entwicklung ist nicht mit schädlichem oder nutzlosem Aktivismus zu verwechseln, der mitunter aus Schuldgefühlen und inneren Störungen erwächst.
Wenn Aktionen ihrerseits Leid verursachen, indem bestimmten Lebewesen vermeintlich geholfen werden soll, während andere dafür gequält, verletzt oder getötet werden, so ist bereits ein solches Vorgehen ein Anzeichen für die Zweifelhaftigkeit des Vorhabens.
Es sind die psychisch instabilen, entwurzelten, sich selbst fremden Menschen, die alles an sich reißen und unter ihre Kontrolle bringen wollen und stets in Führungspositionen drängen, in denen sie Macht ausüben können.
Um eine solche Machtposition zu erlangen, wird auch nicht davor zurückgeschreckt, sich einige Zeit anzupassen. Vorübergehend werden Ausdrucksweisen und Einstellungen übernommen, bis eine Position erreicht ist, die es zum Beispiel ermöglicht, andere (finanziell) zu schädigen oder für zweifelhafte Dienstleistungen einzuspannen.
Manche Täuschungsmanöver werden mit viel Energie und Ausdauer bis zum Erreichen der eigennützigen Ziele vorbereitet, daher ist es mitunter sehr schwierig, sie zu erkennen.
Die tatsächlichen Absichten liegen oft außerhalb des Vorstellungsvermögens gutwilliger Menschen.
Bei gutmütigen Charakteren kommen oft Arglosigkeit und das Fehlen von Kenntnissen um Möglichkeiten der Vorteilserlangung sowie um entsprechende Gesetzeslücken zusammen.
Jeder Mensch schließt zunächst einmal von sich auf andere und ist bestrebt, möglichst gleichartige Menschen um sich zu versammeln. Daher ziehen auch Menschen mit eigennütziger Gesinnung unverzüglich gleichgeartete Gefolgsleute an, die sie zu ihrer Unterstützung um sich scharen.
Ernsthaft wohlmeinende Menschen werden nicht selten aus Organisationen hinausgedrängt.
Den Mitgliedern wird in der Folge vermittelt, es seien nur die verbliebenden Personen bereit und kompetent, die anfallenden Arbeiten zu verrichten.
Solche Strategien der Erlangung von Einfluß sowie hinterhältige Täuschungsabsichten werden anderen mitunter zunächst nicht zugetraut, wenn solche Absichten nicht zu den eigenen Mustern des Denkens und Fühlens passen.
Angesichts des Leidens der Tiere und Pflanzen ist der Wunsch natürlich, bei anderen Menschen, Einsicht und Mitgefühl zu wecken. Auch um der Lebewesen und der Bewahrung der Natur willen, lohnt es sich aber meist nicht, sich mit Menschen abzugeben, die fragwürdig erscheinen.


Die Illusion der Bewahrung von Werten durch eine Organisation

Das Anliegen, Erkenntnisse und Werte zu bewahren sowie Projekte, Leistungen und Vorgehensweisen langfristig aufrechtzuerhalten, führt fast zwangsläufig zur Gründung einer Organisation.
Insbesondere für ortsgebundene Projekte ist dies naheliegend.
Wenn Werte über eine Lebenszeit hinaus tradiert werden sollen, dann wird zumeist auch eine Gemeinschaft geschaffen, in der die Mitglieder die Weitergabe über die Generationen sichern sollen.
Die Qualität einer Organisation hängt vollkommen von den handelnden Personen ab.
Das macht den Fortbestand einer Organisation so angreifbar.
Selbst Satzungen, die nicht verändert werden dürfen, garantieren keine Stabilität für die ursprünglich guten Absichten.
Aufgrund mannigfaltiger Einflußmöglichkeiten können z.B., durch sog. „Anpassungen an die aktuellen Verhältnisse“, Ziele vollkommen verändert und uminterpretiert werden.
Ein bekanntes Beispiel ist die Absage an den Krieg, die umgangen wird, in dem Krieg als „friedensschaffende Maßnahme“ umdeklariert wird.
Solche Veränderungen von Auffassungen und Neuinterpretationen können auch stillschweigend vorgenommen werden, indem die Wirklichkeit der Lebenspraxis langsam verwandelt wird, während aber von der Selbstdarstellung her, scheinbar weiterhin an den ursprünglichen Zielen festgehalten wird.
Die Tendenz des Menschen, sich eher anzupassen und Auseinandersetzungen und persönliche Konsequenzen zu scheuen, führt leicht dazu, daß Fragwürdiges oft hingenommen und kritiklos fortgeführt wird, auch wenn dies eindeutig im Gegensatz zu den ursprünglichen Absichten steht.
Jedes wohlmeinende Bestreben kann leicht in sein Gegenteil verkehrt werden.
Sobald eine Organisation gegründet ist, stellen sich auch jene Menschen ein, die eigennützige Ziele verfolgen. Dies um so mehr, wenn Geld, Macht, Anerkennung oder andere Vorteile erreichbar sind.
Nach unseren Erfahrungen ist es kaum möglich, einen Mißbrauch gänzlich auszuschließen. Menschenkenntnis und Tests sind nur begrenzt tauglich, um eigennützige Absichten beizeiten zu erkennen. Hartnäckige Menschen mit schädlichen Zielen setzen langfristige Strategien ein und passen sich zunächst an, so daß sie durchaus in der Lage sind, Probezeiten zu überstehen. Dafür wirken sich solche eigennützigen Absichten meist um so schwerwiegender aus. Die Ergebnisse sollen schließlich den Aufwand der Anpassung aufwiegen.
Eine Möglichkeit, eigennützige Tendenzen abzumildern, besteht darin, auf Aufwandsentschädigungen und die Gewährung von Vorteilen grundsätzlich zu verzichten. Die Korruptionsgefahr ist damit jedoch nicht gebannt. Um die Vergabe von Aufträgen oder die Förderung bestimmter Projekte zu erreichen oder um Protestaktionen zu verhindern, abzuschwächen oder fehlzuleiten, werden Mitgliedern in Organisationen mitunter private Vorteile angeboten, um auf den Ausgang eines Vorhabens Einfluß zu nehmen.
Im Hinblick auf Positionen, die mit finanziellen und materiellen Mitteln sowie mit Macht verbunden sind, wurde der Vorschlag gemacht, mittels eines freiwilligen Tests durch einen sog. „Lügendetektor“ belastende Bestrebungen (wie z. B. verdeckte Betrugsabsichten, krankhaftes Geltungsstreben, Profilierungsdrang usw.) abzufragen.
Wir haben keine Erfahrung damit.
Wir veröffentlichen diesen Vorschlag dennoch, weil die Schäden, die durch arglistige Täuschungen angerichtet werden, den Einsatz solcher und anderer aufwendiger Mittel durchaus rechtfertigen.
Der Einsatz solcher Geräte ist umstritten, weil durch psychische Vorbereitung auch Einfluß auf die meßbaren körperlichen Reaktionen (Blutdruck, Puls, Atemfrequenz, Schweißabsonderung) genommen werden kann. Die theoretische Trefferquote bei einem Fragenprotokoll mit fachkundiger Auswertung wird jedoch derzeit bereits mit 98,5% angegeben.
Noch sind solche Tests, einschließlich der fachlichen Ausarbeitung sowie auch die qualitativ hochwertigen Polygraphen, sehr teuer. Wie in allen Bereichen müßte vermutlich langfristig auch bei dem Einsatz solcher Polygraphen damit gerechnet werden, daß Einflußnahmen möglich wären. Dies könnte dazu führen, daß nicht mehr wissenschaftlich korrekt gearbeitet wird, daß Gefälligkeitsauswertungen vorgenommen werden, so wie dies bereits in Bezug auf andere Formen von Gutachten bekannt geworden ist. Auch die Qualität des Fragenkatalogs hat Einfluß auf das Ergebnis.
Einem einzigen Menschen, getrieben von Gier und destruktiven psychischen Mustern, kann es durch Täuschung und unter Ausnutzung von Gesetzeslücken gelingen, die gute Arbeit von vielen zunichte zu machen und nicht wiedergutzumachenden Schaden über die Natur und über Lebewesen zu bringen.
Die Werte einer rücksichtsvollen, schonenden Lebensweise den Tieren und Pflanzen gegenüber hat es mindestens schon vor ca. 2500 Jahren in Indien gegeben (vgl. dazu Fußnote 13, Seite 24 in „Leben – ohne Tiere und Pflanzen zu verletzen oder zu töten“).
Die praktische Umsetzung solcher Werte ist aber sehr viel weniger verbreitet, als die organisierten Philosophien und Religionen, die diese Ziele offiziell vertreten.
In der Geschichte mancher philosophischen und religiösen Traditionen ist eine Entfernung von den ursprünglichen Wertvorstellungen zu beobachten, z. B. indem Lebewesen Empfindungsvermögen nachträglich abgesprochen wurde, um sie verletzen und töten zu können.
Auch die Etablierung von Riten und Bräuchen, durch die die Natur und die Formen des Lebens geschädigt werden, widerspricht der Absicht der Achtung der Unversehrtheit der Lebewesen und der Leidverminderung.
Mitunter werden die Bezeichnungen von Weltanschauungen und Philosophien sowie auch die Namen ihrer Begründer durch Einzelpersonen sowie auch durch Organisationen mißbraucht.

Organisationen sind kein Garant für die Bewahrung von Werten, auch wenn sie die Chancen scheinbar verbessern.
Zu leicht kann das Organisierte und Ritualisierte verändert oder in sein Gegenteil verwandelt werden. Wir halten die individuellen Leistungen für das Wichtigste, denn alle Errungenschaften sind das Resultat der Bemühungen von Einzelnen.

Die Informationen hier im Internet auf der Homepage www.naturan.de und in dem Buch „L e b e n – ohne Tiere und Pflanzen zu verletzen oder zu töten“ sollen das individuelle Vorangehen unterstützen.
Das Wissen, daß auch andere Menschen, sich bemühen rücksichtsvoll, friedfertig und naturan zu leben, kann ermutigend und aktivierend wirken.
Für die Aufrechterhaltung von Qualitäten, wie der Rücksichtnahme auf andere Lebensformen und auf die Natur wird keine Organisation gebraucht, sondern nur die entsprechenden Informationen und die persönliche Leistung.
Dort wo die geistig-psychische Entwicklung so weit ist, kann mit den Kenntnissen in Verbindung mit aufmerksamem Bemühen, die Erfüllung verwirklicht werden.


Die Hochschätzung der allumfassenden Natur, die Berücksichtigung der Lebensbedürfnisse sämtlicher Lebewesen im Rahmen des menschlichen Handlungsspielraumes sowie eine altruistische Betrachtungsweise der Welt, aus dem Erfassen des Strebens aller Formen des Lebens nach Wohlergehen, - solche Werte der naturanen Lebensweise werden als Qualität bewahrt, solange Kenntnisse darüber vorhanden sind und gelebt werden.

 

Geschäfte mit dem Leid

Mit der Vermarktung des Leids der Lebewesen und der zunehmenden Naturzerstörung werden große Spendensummen eingeworben.
Gemessen an dem allgemeinen Spendenaufkommen müßte es bereits optimale Verhältnisse geben. Woran mag es liegen, daß Gelder nicht so erfolgreich eingesetzt werden, so daß Probleme langfristig wirklich beseitigt werden?
Das Spendensammeln für wohltätige Zwecke ist ein heißumkämpfter Markt.
Mit Mitleid, Erschütterung, der Hoffnung, Sinnvolles zu bewirken und dem schlechten Gewissen lassen sich durch Vermarktung der Not profitable Geschäfte machen.
Es gibt wenige Bereiche, die sowohl hohe Einnahmen versprechen, als auch soziale Anerkennung für wohltätiges Engagement.
Diejenigen, denen es vor allem darum geht, haupt- oder nebenberuflich am Mit-/Leid zu verdienen und ihr Geltungsbedürfnis auszuleben, drängen aufrichtige, aufmerksame und eigenständig denkende Menschen aus den Organisationen heraus, denn für sie zählt nicht das Ziel der Leidverminderung, sondern die Manipulierbarkeit der Anhängerschaft.
Für Interessengemeinschaften, die sich vor solchen Entwicklungen schützen wollen, besteht die Möglichkeit des Geld- und Vermögensverzichts, indem vereinbart wird, daß jeder Mitwirkende seine eigenen Kosten trägt und erwünschte Leistungen auch selbst erbringt.
Als „Profis der Elendsvermarktung“ werden umgangssprachlich solche Personen bezeichnet, die kein Interesse an vernünftigen und kostenlosen bzw. kostengünstigen Lösungen haben, weil daran kaum verdient werden kann.
Solche fragwürdigen „Manager des Elends“ verweisen ihrerseits spöttisch darauf, daß es nur um den geschäftlichen Gewinn ginge und daß dieser lediglich von einer geschickten Darstellung abhinge.
Der Erfolg scheint ihnen sogar recht zu geben, denn die meisten Menschen durchschauen nicht, das sich hinter manchen Fassaden scheinbarer Betroffenheit ein einfaches Motto verbirgt: „Sich selbst profilieren, andere manipulieren und abkassieren“.
Ein Grund, warum dies so gut gelingt, ist einfach zu erklären.
Wer das Ziel hat, sich selbst darzustellen oder andere zu hintergehen, ist meist auch der geübtere und damit bessere Selbstdarsteller. Aufrichtige, selbstkritische Menschen, denen an Selbstdarstellung nichts oder wenig liegt, konzentrieren sich eher auf ihre eigene Entwicklung und arbeiten daher auch nicht unablässig daran, anderen zu imponieren, sie zu manipulieren und stets einen einnehmenden Eindruck zu hinterlassen.
In Organisationen kommt dazu die weit verbreitete Bequemlichkeit der Mitglieder. Viele wollen nur einen Rahmen geboten bekommen, um sich darin zu engagieren und wollen auch keine Verantwortung übernehmen. Gutmütigkeit und Ahnungslosigkeit erschweren es, arglistige geistig-psychische Muster zu erfassen.

Kaum gibt es irgendwo eine kleine gemeinnützige Aktion, schon wird eifrig um Spenden geworben. Wofür eigentlich?
Warum werden selbst kleine Tier- und Naturschutz-Gruppen so schnell kommerziell?

Wieviel Geld braucht eine Tierschutz-Gruppe, um eine Demonstration durchzuführen oder eine Mahnwache abzuhalten?
Ein altes zum Transparent umfunktioniertes Bettlaken, einige Farbreste für die Aufschrift, Zeit und Mitwirkende. Auch ein Informationstisch (Tapetentisch) sowie einige Plakate oder Schautafeln lassen sich mit geringem Aufwand herstellen. Informationsmaterial gibt es bereits im Überfluß.
Fragen Sie doch einmal, ob eine Organisation bereit wäre, ihr Informationsmaterial zum Tier-, Natur- oder Umweltschutz auch ohne Eigenwerbung, nur um der guten Sache willen, herauszugeben.
Schnell wird dann die wahre Gesinnung offenbar. Oft wird sogleich über unerhörte Kosten geklagt, obwohl einige hundert Seiten eines umweltfreundlich vervielfältigten Informationsblattes keineswegs eine Spendensammlung rechtfertigen.
Wir haben zum Beispiel im Postkartenformat auf Umweltschutzpapier die wichtigsten Argumente für bestimmte Pflanzen- und Tierschutzanliegen nebst Handlungsempfehlungen zusammengefaßt.
Zur Information reicht das DIN A 6 Format (Postkartengröße) vollkommen.
Ein DIN A 4 Bogen ergibt durchgeschnitten 4 solcher Informationsblätter!
Mehr als einige markante Aussagen werden ohnehin nicht gelesen.

Große Vereine verfügen mitunter über große Geldsummen, die nie für den eigentlichen Zweck verwendet werden, so daß sich zum Jahresende stets das Problem ergibt, die Zinsen schnell noch ausgeben zu müssen, nicht selten für umweltschädliches Werbematerial wie Plastikwegwerfartikel.

Manche Tierrechtsgruppe verdient gut, in dem sie den Eindruck erweckt, angeblich unerlaubte Tierbefreiungen durchzuführen oder zu unterstützen. Da dies, weil es gesetzwidrig wäre, natürlich nicht nachprüfbar ist, ist dies eine treffliche Legende.
Eigennützig gesonnenen und geltungsbedürftigen Funktionären sind jene Menschen zuwider, die vor Täuschungen warnen und daraufhinweisen, daß es in vielen Bereichen sehr gut auch ohne Spendensammlungen und Mitgliedsbeiträge geht.
Die Führungsriege mancher Organisation würde sich sehr schnell reduzieren, wenn ihre scheinbar so engagierten Mitglieder ihre Ausgaben selber übernehmen müßten und sich ihre Freizeitinteressen nicht durch Spenden finanzieren könnten.
Für Freizeitbeschäftigungen werden gern große Summen ausgegeben. Im organisierten Tier- und Naturschutz hingegen besteht mitunter die traurige Tendenz, sich Freizeitinteressen finanzieren zu lassen.
Mancher scheinbar so selbstlose Einsatz ist bei näherer Betrachtung sehr rentabel. Es gibt Vorstände, deren Mitglieder sich gegenseitig unnötige Aufwandsentschädigungen und weitere überflüssige Vorteile auf Kosten von Spenden genehmigen.
Es ist vollkommen in Ordnung, sich alle erdenkliche, naturunschädliche Freude und Bequemlichkeit zu gönnen, wenn dies aus eigener Tasche bezahlt wird!
Auch die Duldung von Mißbrauch bedeutet Mitverantwortung.

Keineswegs sind Spender stets Menschen, die viel Geld haben. Nicht selten werden sogar äußerst fragwürdige eigene Verzichtleistungen erbracht (vgl. „Der individuelle Weg“), um vermeintlich Gutes unterstützen zu können.
Mitgefühl und der Wunsch, einen wertvollen Beitrag zu leisten sind die oft mißbrauchten Beweggründe.
Nach Aufdeckung zweifelhafter Verhältnisse bleibt dann nur die resignierende Hoffnung, irgendetwas von dem Geld wird vielleicht doch richtig angekommen sein. Tatsächlich? Und wenn, wo?

Menschen, die wirklich bereit sind, ehrenamtlich, ohne Aufwandsentschädigung und andere Vorteile in Organisationen tätig zu sein, erleben nicht selten, daß sie gar nicht willkommen sind. Schließlich soll niemand vorführen, daß es auch ohne finanzierte Jobs und aufwendige Ausgaben geht.
Wir können nur empfehlen, sich die Mühe persönlicher Kontrolle zu machen!
Durch zweckgebundene Spenden (ohne Abzüge für die Verwaltung) läßt sich der Kontrollaufwand meist auf das angestrebte Ziel hin beschränken. Je nach Zielsetzung reichen mitunter einfache Tests, um Gewißheit zu erlangen.
Wenn aber zunächst an naturschonenden Produkten und Dienstleistungen gespart wird und die Natur und die Lebewesen durch schädliche Erzeugnisse leiden müssen und in der Folge dann zur Gewissensberuhigung gespendet wird, so ist dieses Vorgehen nicht einmal geeignet, die zuvor angerichteten Schäden wieder aufzuwiegen (vgl. „Der individuelle Weg“).
Es liegt beim einzelnen Menschen, gut auf die eigene Entwicklung aufzupassen und sich selbst vor negativen Einflüssen zu schützen, um die Naturzerstörung und die Schädigung von Lebewesen möglichst nicht mitzutragen.

Die Gesellschaft wird durch wirtschaftspolitische Einflußnahme u.a. mittels der Medien gelenkt. Über die zunehmende Korruption im allgemeinen gibt es bereits zahlreiche Veröffentlichungen.
Durch Konsum soll alles bedrückende Erleben kompensiert werden: Das Erleben von Abhängigkeiten und Fremdbestimmung, der Verlust von Freiheit, von Zeit, positivem Lebensgefühl und das berechtigte Unbehagen hinsichtlich der Naturzerstörung und der Leidzufügung in Bezug auf Pflanzen, Tiere und Menschen.

Einfache, ursprünglich beglückende Erfüllungen wie z. B.:
Zeit zu haben, inneren Frieden zu erleben, Selbstgenügsamkeit, Ruhe und Stille, mit sich selbst zufrieden zu sein, die Natur und die Lebewesen zu schonen, die Natur und das Leben dankbar zu erleben, sich möglichst unabhängig und frei zu fühlen usw. werden häufig argumentativ als abwegig dargestellt.

Solche Werte und Wünsche werden zunehmend aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit entfernt, so daß kaum bewußt wird, daß das Vorenthalten dieser natürlichen Bedürfnisse die Quelle tiefer Frustration ist.
Um verantwortungsvoll zu leben und wirklich glücklich zu sein, ist schonendes Verhalten gegenüber der Natur und Rücksichtnahme auf die Lebensbedürfnisse der Lebewesen die Voraussetzung.
Um dies zu verwirklichen, wird ein kluger Umgang mit Frustrationen gebraucht.
Die Verdrängung von Unzufriedenheit, Mißmut und Angst durch schädlichen Konsum ist keine Hilfe.
Es stärkt und schafft Freude, wenn zugunsten der Pflanzen, der Tiere und der Natur auf Schädliches verzichtet wird.
Gegenüber schädigenden gesellschaftlichen Tendenzen bewährt sich ein eigenes Wertesystem, und es kommt darauf an, Rücksichtnahme auf die vielfältigen Formen des Lebens und die Schonung der Natur auch tatsächlich zu leben.

Es gibt einen persönlichen Machtbereich. Dieser besteht in der Einflußnahme durch das eigene Verhalten und dem Einsatz der vorhanden Mittel.
Um den individuellen Einflußbereich so gut wie möglich zu gestalten und mit dem Wirken der Natur in Einklang zu bringen, ist es wichtig, sich nicht von unguten Stimmungen zersetzen zu lassen. Unzufriedenheit und Frustrationen lassen sich oft durch vorausschauende Auseinandersetzung und geeignete Gegenmaßnahmen abfangen oder zumindest abmildern.
Es stellt sich die Frage, was geeignet ist, das individuelle Wohlbefinden zu erreichen.
Das können gute Gespräche sein, Pause/Urlaub machen, Spazierengehen, Schwimmen, Lesen, an einem schönen Ziel zu arbeiten, Meditation, Yoga oder was auch immer an naturunschädlichen Beschäftigungen persönlich Freude und Erfüllung bereitet.
Es ist von großer Bedeutung, mit sich selbst gut umzugehen und herauszufinden, welche naturfreundlichen Tätigkeiten als aufbauend erlebt werden .
Werden belastende Stimmungen nicht beachtet, dann werden sie unbewußt auf andere übertragen und auch in Form von Frustrationsreaktionen wie „Frustrationseinkäufen“ ausgelebt.
Es ist wichtig, für das eigene Wohlbefinden, Verantwortung zu übernehmen.
Dazu gehört auch eine gute Versorgung mit ethisch unbedenklichen ökologisch/biologischen und naturanen Produkten.

Bedeutender als jegliche Organisation ist, dass die Kenntnisse um friedfertige Lebensweisen und die naturane Lebenspraxis die Zeit überdauern.


Wenn Sie sich für das Wohlergehen von Pflanzen und Tieren, für die Bewahrung der Natur oder für humanitäre Aktionen einsetzen wollen, dann möchten wir empfehlen:

  • Überlegen Sie sich zunächst einmal, was sie wirklich fördern wollen.
  • Sammeln Sie Informationen.
  • Ihre Ideen, Vorstellungen und Pläne können Sie mit uns besprechen.
  • Schaffen Sie ihr eigenes Werk, dann wissen Sie, wofür Sie ihren Einsatz erbringen.
  • Sinnvolle Leistungen sind bei flexiblem Denken auch mit geringem Einsatz von Mitteln möglich.

    Es müssen nicht immer „große Projekte“ sein.
    Jedes aufrichtige Bemühen ist eine Verwirklichung und kann zu einer großen Erfüllung werden.


Die Naturan Gesellschaft begleitet ohne Verpflichtungen, kostenlos und ehrenamtlich, Vorhaben im Tier-, Pflanzen- und Naturschutz sowie im humanitären Bereich, sofern die Anliegen der naturanen Lebensweise, der Berücksichtigung der Lebensbedürfnisse aller Lebewesen, entsprechen.

 

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